Rechteckponcho – Anleitung

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Zwischendurch habe ich für mich selbst einen Rechteckponcho gehäkelt.

Diese Art von Poncho ist besonders vielseitig zu tragen. Mit vier Knöpfen kann man ein großes Rechteck zum Poncho schließen, die Knopfleiste vorn tragen, wie oben auf dem Foto oder auch auf der Seite oder auf dem Rücken.

 

Offen kann man das Rechteck auch als riesigen Schal tragen.

Der Rechteckponcho ist super einfach zu häkeln und das Farbdesign enteht direkt aus dem Knäuel. Verwendet habe ich von Rico die Creative Melange Chunky in der Farbe Salmon Olive (36). Sie besteht aus 53% Wolle und 47% Acryl. Sie ist etwas rustikal – eher dochtartig und nur wenig gezwirnt. Der Farbverlauf ist ein Traum.

Für den Ponch benötigt man 550 g und 4 große Holzknöpfe.

 

Verwendet habe ich eine Häkelnadel Nr. 7,0. Das Muster ist ein Enteralcmuster tunesisch im Grundmuster gehäkelt. Wie das Muster genau funktioniert, wird sehr anschaulich in dem Video von Veronika Hug erklärt. Hier zwar am Beispiel einer Babydecke, aber das Prinzip ist für den Poncho gleich.

Für den Poncho habe ich 7 x 21 Quadrate gehäkelt. Jedes Quadrat bestet aus 9 Maschen und 7 Reihen. Für den Rand habe ich jede 2 Randmasche eine feste Masche und ein Luftmasche im Wechsel gehäkelt. In die Ecke werden je 2 feste Maschen mit einer Luftmasche dazwischen gehäkelt. Insgesamt das ganze Rechteck mit fünf Reihen umhäkeln.

Knopflöcher habe ich nicht extra eingehäkelt, da die Knöpfe oft wieder aus den Löchern rutschen, wenn sie zu groß sind. Ich habe die Knöpfe einfach zwischen den Maschen durchgesteckt. Hier ist die Skizze zum Poncho:

Rechteckponcho Skizze

Ich wünsche viel Spaß beim Nacharbeiten

eure Silvia

Bilder aus Stoff und Wolle

Für eine kleine Austellung in der Bibliothek in Zella-Mehlis habe neue Techniken für meine Bilder verwendet und die Materialien, mit denen ich am liebsten arbeite, kombiniert. So sind aus Stoff und Wolle kreative Wandbilder entstanden.

Diese  Bilder aus selbst eingefärbten Stoff mit Wollapplikationen, die ich schon im März vorgestellt habe, habe ich für die Ausstellung ausgesucht.

Vor längerer Zeit hatte ich zwei Bilder genäht, die nun auch in der Austellung sind. Diese Bilder habe ich nach eigenen Urlaubsfotos nachgenäht. Hierfür habe ich das entsprechende Foto auf die gewünschte Größe mit dem Kopierer vergrößert. Aus dieser Kopie habe ich mir dann Schablonen zugeschnitten. Mit der Pachtworktechnik „Piecing“ nach Ruth B. McDowell habe ich die Bilder mit Stoff zusammengesetzt. Das ist ziemlich zeitaufwändig, deshalb ist es bisher bei diesen beiden Bildern geblieben.

Bei den nächsten Bildern ist der komplette Hintergrund aus Wolle gemacht. Mit Hilfe von wasserlöslichem Stickvlies und einem feinen Stoff habe ich den Hintergrund mit Wolle gestaltet. Die Appliktionen sind dann aus Wolle mit Stoffblumen.

Für das nächste Bild habe ich den Hintergrund mit Stoff in einfachen geometrischen Formen gepatcht. Die Quallen sind wieder aus Wolle hergestellt und appliziert.

DSCN6774Die nächsten Bilder sind aus Stoff, aber mit unterschiedlichen Nähtechniken hergestellt. Die große gelbe Blume wurde mit offenkantigen Stoffstreifen appliziert. Der Baum ist mit kombinierten Techniken genäht. Der Baumstamm ist wieder eine Wollapplikation und die Blätter und das grüne Gras sind mit der Konfetti-Technik genäht.

Weihnachtskalender

DSCN6763 Das Weihnachtsfest nähert sich mit großen Schritten und dann wird es wieder Zeit, die Weihnachtskalender auszupacken und für die lieben Kinder zu befüllen. Für meine Kinder gab es jedes Jahr einen selbst gebastelten Weihnachtskalender. Letztes Jahr hatte ich die Idee eine Kalender als Baum mit vielen kleinen Säckchen zu nähen.

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Eine Anleitung dafür hatte ich nicht, sondern ich habe den Baum selbst entworfen. Nun möchte ich kurz beschreiben, wie ich den Baum genäht habe:

Am Anfang muss man sich natürlich das Material zusammen suchen:

Man benötigt also ca. 0,5 m grünen Stoff und Volumenvlies für den Baum, ca. 0,3 m grünen Fleece bzw. groben Leinenstoff für die Säckchen und einen Rest braunen Stoff für den Stamm. Dann noch ein paar Holzstäbe für die Versteifung des Baumes und Organzaband zum Befestigen der Säckchen. Als Verzierung hatte ich mir auf dem Weihnachtsmarkt eine Eizapfengirlande gekauft. Die war 2,5 m lang und hat also gleich für 2 Bäume gereicht. Und ganz wichtig sind natürlich die Holzzahlen. Die habe ich mit bei DaWanda bestellt.

Zuerst habe ich mir aus Pappe Schablonen zugeschnitten und so die Größe des Baumes festgelegt.

Das oberste Dreieck ist 18 cm hoch und 28 cm breit. Die unteren Baumteile sind Trapeze, jeweils 2 cm höher 10 cm breiter als das Dreieck. Das mittlere Teil ist also 20 cm hoch, oben 13 cm  und unten 38 cm breit und das untere Teil ist 22 cm hoch, oben 16 und unten 48 cm breit. Der Baumstamm ist ein Rechteck von 8 x 14 cm.

Dann habe ich den Stoff zugeschnitten. An den jeweils unteren Rändern der Baumteile habe ich eine Nahtzugabe von 5 cm zugegeben – daraus wird dann jeweils ein Tunnel, in die ich die Holzstäbe eingeschoben habe.

Die Näharbeit ist auch recht einfach:

Zuerst aus einem grünen Stoffrest eine Schlaufe nähen und diese zwischen die oberen beiden Dreiecke legen. Die seitlichen Nähte steppen und das Dreieck wenden. Ein Stück Volumenvlies einschieben und seitlich 2 Tunnel absteppen. In die Tunnel jeweils einen kleinen Holzstab einschieben und unten mit einer kleinen Naht den Tunnel schließen. Dann die lange Nahtzugabe unten nun nach hinten eingeschlagen aufsteppen. Dabei entsteht wieder ein Tunnel, in den am Ende längere Holzstäbe eingeschoben werden.

Mit den nächsten Baumteilen ebenso verfahren – hier aber die seitlichen und oberen Nähte steppen, das Teil wenden, die Tunnel absteppen und den oberen Rand am Dreieck annähen.

Jetzt nur noch den Baumstamm nähen, mit einem Rest Volumenvlies füllen und an den Baum nähen.

Die Eiszapfengirlande muss nun per Hand angenäht werden. Das ist ein wenig mühsam, aber es lohnt sich. Jetzt können auch die langen Holzstäbe in die unteren Tunnel eingeschoben werden.

Für die Befestigung der Säckchen habe ich 24 weiße Organzabändchen je ca. 30 cm lang auf den Baum genäht.

Zum Schluss müssen natürlich auch die Säckchen genäht werden. Für jedes Säckchen habe ich ein Rechteck von 13 x 15 cm zugeschnitten. Den oberen Rand der Säckchen eingeschlagen feststeppen. Die Rechtecke in der Hälfte zusammenlegen, die Seitennaht nähen und das Säckchen wenden. Die Holzzahlen mit Heißkleber aufkleben.

Mein Tipp!

Bei den Säckchen aus Fleecestoff muss der obere Rand nicht versäubert werden, da Fleecestoff nicht ausfranst.

Jetzt ist alles fertig zum Befüllen!

Eine schöne vorweihnachtliche Zeit wünscht

Silvia

 

 

 

Interlocking Crochet – Diagonalmuster – Anleitung

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Ein weiteres Muster  mit der Häkeltechnik Interlocking Crochet ist das Diagonalmuster oder auch Zick-Zackmuster. Dieses Muster gefällt mir besonders gut, da es von beiden Seiten gleich aussieht und somit wunderbar zum Häkeln von Schals geeignet ist.

Hier möchte ich beschreiben, wie ich dieses Accessoires-Set aus Schal und Mütze gehäkelt habe.

Gleich zu Beginn die Grundanleitung für dieses Muster als pdf-Download zum Nachlesen als bebilderte Anleitung:

Interlocking Crochet Muster 5

Häkel-Set = Mütze + Schal

Materialbedarf:

Wolle mit einer Lauflänge von 85m/50g
empfohlene Nadelstärke 4 – 5

je 250 g Farbe 1 und Farbe 2
Häkelnadel Nr. 4

Schal

Größe: 20 x 165 cm
Muster: Das Muster besteht aus zwei Lagen Filetkästchenmuster. Jeder Filetkästchenlage wird in einer anderen Farbe in Hin- und Rückreihen ausgeführt. Die einzelnen Lagen werden gleichzeitig gehäkelt und miteinander verwoben. Jede Filetreihe wird mit einem Stäbchen und einer Luftmasche im Wechsel gehäkelt. Das erste Stäbchen jeder Reihe wird durch zwei Luftmaschen ersetzt.
Nach jeder Reihe wird die Farbe gewechselt. Es wird immer eine Reihe mit Farbe 1 und eine Reihe mit Farbe 2 gehäkelt und dabei immer in die Filetlage der gleichen Farbe eingestochen. Das Diagonal-Muster entsteht dadurch, dass man je ein Stäbchen vor der Filetreihe der anderen Farbe und ein Stäbchen hinter der Filetreihe der anderen Farbe ausführt.

Anleitung:

1. Filetlage:
Farbe 1: 37 Lm anschlagen
2 Lm als 1. Stb – *1 Lm – 1Stb in jede 2. Lm der Vorreihe*
von *-* wiederholen
Insgesamt 18 Filetkästchen häkeln.
2. Filetlage:
Farbe 2: 35 Lm anschlagen
Die Luftmaschenkette in die Filetlage in Farbe 1einweben, d.h. ein Stäbchen in Farbe 1 liegt oberhalb der Luftmaschenkette in Farbe 2 das nächste liegt unterhalb der Luftmaschenkette.
2 Lm als 1. Stb – *1 Lm – 1 Stb hinter der Filetlage in Farbe 1 in die 2. Lm der Vorreihe einstehen – 1 Lm – 1 Stb vor der Filetlage in Farbe 1 in die 2. Lm der Vorreihe einstehen*
von *-* wiederholen
Insgesamt 17 Filetkästchen häkeln.
**
Farbe 1: 2 Lm als 1. Stb – 1 Lm – 1 Stb im Wechsel
Befindet sich das Stäbchen in Farbe 1 der Vorreihe hinter der Filetlage in Farbe 2, wird es jetzt vor dieser gehäkelt und anders herum.
Der Arbeitsfaden der anderen Farbe muss dabei ebenso mustergemäß vor oder hinter die Arbeit gelegt werden.
18 Filetkästchen häkeln.
Farbe 2: 2 Lm als 1. Stb – 1 Lm – 1 Stb im Wechsel
Befindet sich das Stäbchen in Farbe 2 der Vorreihe hinter der Filetlage in Farbe 1, wird es jetzt vor dieser gehäkelt und anders herum.
Der Arbeitsfaden der anderen Farbe muss dabei ebenso mustergemäß vor oder hinter die Arbeit gelegt werden.
17 Filetkästchen häkeln.
**
Von ** – ** wiederholen bis 165 cm erreicht sind.
Fertigstellung: Fäden vernähen.

Mütze

Größe: 54-56 cm
Muster: Es wird gehäkelt, wie beim Schal beschrieben. Allerdings wird nicht in Hin- und Rückreihen sondern in Runden gehäkelt. Jede Runde wird mit einer Kettmasche geschlossen.

Anleitung:

1. Filetlage:
Farbe 1: 70 Lm anschlagen
2 Lm als 1. Stb – *1 Lm – 1Stb in jede 2. Lm der Vorreihe*
von *-* wiederholen
Insgesamt 35 Filetkästchen häkeln.
2. Filetlage:
Farbe 2: 70 Lm anschlagen
Die Luftmaschenkette in die Filetlage in Farbe 1 einweben.
2 Lm als 1. Stb – *1 Lm – 1Stb in jede 2. Lm der Vorreihe*
von *-* wiederholen
Insgesamt 35 Filetkästchen häkeln.
Dann weiterarbeiten, wie beim Schal beschrieben.
Nach 20 cm, also 15 Filetreihen in Farbe 1 und 14 Filetreihen in Farbe 2, die letzten 2 Filetreihen ohne Lm ausführen = 35 Stb.
Mit dem Arbeitsfaden die Öffnung zunähen.
Fertigstellung: Fäden vernähen.

Viel Spaß beim Nacharbeiten wünscht

eure Silvia